Urlaubstipps Andalusien

Cabo de Gata: Die schönsten Strände und Buchten in Almería

Von deinSpanien-Redaktion · Aktualisiert am 07.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Der Naturpark Cabo de Gata-Níjar ist die trockenste und leerste Küste Andalusiens: Vulkanfelsen, Wüstenhügel und Strände ganz ohne Bebauung. Die bekanntesten Buchten, Mónsul und Genoveses, erreichst du im Sommer am besten mit dem Bus ab San José. Schatten und Kioske gibt es fast nirgends, du bringst alles selbst mit.

Auf einen Blick

  • Wo: Provinz Almería, im Südosten Andalusiens
  • Beste Zeit: Mai, Juni, September und Oktober
  • Dauer: 2 bis 4 Tage, als Tagesausflug ab Almería machbar
  • Standort: San José, Las Negras oder Agua Amarga
  • Zufahrt Mónsul und Genoveses: im Sommer laut Medienberichten 6 € pro Auto, mit Bus, Rad oder zu Fuß ohne Gebühr (Stand Oktober 2026)
  • Mitnehmen: Sonnenschirm, viel Wasser, feste Schuhe

Welche Strände lohnen sich am meisten?

Die Küste teilt sich grob in zwei Teile: die Naturstrände südwestlich von San José und die Buchten im Norden rund um Las Negras und Agua Amarga. Für beide brauchst du jeweils mindestens einen Tag.

  • Playa de los Genoveses: weite, flache Bucht mit Dünen. Der Einstieg ins Wasser ist sanft, deshalb gut mit Kindern.
  • Playa de Mónsul: dunkler Sand, eine große Düne und der Lavafels mitten am Strand, der in mehreren Filmen zu sehen ist.
  • Playa de los Muertos: bei Carboneras, heller Kiesel und sehr klares Wasser. Der Abstieg ist steil und steinig, das Wasser wird schnell tief.
  • Cala de San Pedro: nur zu Fuß ab Las Negras oder per Boot erreichbar. Ohne Infrastruktur, also Wasser und Essen einpacken.
  • Playa del Arco und El Playazo: ruhigere Alternativen bei Los Escullos und Rodalquilar, mit dem Auto direkt erreichbar.

Wie kommst du im Sommer zu Mónsul und Genoveses?

Zu beiden Stränden führt ab San José eine Schotterpiste. In den Sommermonaten wird die Zufahrt kontrolliert, weil die Parkplätze im Schutzgebiet klein sind. Laut Medienberichten kostet die Zufahrt mit dem Auto dann 6 € pro Fahrzeug (Stand Oktober 2026). Das ist keine Strandgebühr, sondern eine Gebühr für die Verkehrsregelung. Wer zu Fuß geht, mit dem Rad fährt oder den Pendelbus ab San José nimmt, zahlt sie nicht.

Die genauen Daten der Regelung, die Zahl der Fahrzeuge und der Buspreis ändern sich von Jahr zu Jahr. Sie stehen vor der Saison auf den Seiten der Junta de Andalucía und der Gemeinde Níjar. Sind die Parkplätze voll, wird die Piste geschlossen.

Tipp: Fahr im Juli und August früh am Morgen oder erst am späten Nachmittag. Mittags ist es am Strand ohnehin am heißesten, und das Abendlicht auf den Felsen von Mónsul ist das schönste des Tages.

Wann ist die beste Zeit?

Almería ist die trockenste Ecke Spaniens. An der Station Almería Aeropuerto fallen im Jahr im Mittel nur rund 200 mm Regen, bei knapp 3.000 Sonnenstunden (AEMET, Normalwerte 1981 bis 2010). Im August liegt das mittlere Tagesmaximum bei 31 Grad, im Januar bei knapp 17 Grad.

Zum Baden sind Juni und September ideal: warmes Wasser, aber deutlich weniger Betrieb als im August. Zum Wandern entlang der Küste passen Frühling und Herbst besser. Mehr dazu steht im Artikel zur besten Reisezeit für Andalusien.

Was gibt es außer Stränden zu sehen?

Der Park ist klein genug, um Strand und Ausflug an einem Tag zu verbinden. Lohnend sind:

  • Faro de Cabo de Gata und Arrecife de las Sirenas: der Leuchtturm am Kap mit den Felsnadeln im Wasser, am besten zum Sonnenuntergang.
  • Salinas de Cabo de Gata: Salzseen, in denen oft Flamingos stehen. Fernglas mitnehmen.
  • Rodalquilar: stillgelegte Goldminen in einem Vulkantal.
  • Mojácar: weißes Dorf auf einem Hügel, knapp nördlich des Parks.

Wer mehr Zeit hat, verbindet die Küste mit der Stadt und der Wüste von Tabernas, siehe Almería Sehenswürdigkeiten.

Praktische Tipps für den Park

Ohne Auto bist du im Cabo de Gata stark eingeschränkt, denn Busse fahren selten. Die meisten Besucher kommen mit dem Mietwagen. Prüf vorher, ob deine Versicherung Schotterpisten abdeckt.

  • Sonnenschirm und Kopfbedeckung: an den Naturstränden gibt es keinen Schatten.
  • Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Person und Verpflegung.
  • Feste Schuhe für Abstiege wie an der Playa de los Muertos.
  • Müllbeutel: Abfall nimmst du wieder mit.
Achtung: Wildcampen und Übernachten im Wohnmobil am Strand sind im Naturpark verboten. Bei starkem Wind wird das Baden an offenen Stränden gefährlich, achte auf die Flaggen.

Wem die Gegend so gut gefällt, dass er länger bleiben will: Im Vergleich Wohin in Spanien? steht, wie sich Almería von den anderen Küsten unterscheidet.

Häufige Fragen

Ist Cabo de Gata für Familien geeignet?

Ja, vor allem die Playa de los Genoveses mit ihrem flachen Einstieg. Für kleine Kinder brauchst du aber eigenen Schatten und genug Wasser. Weitere Ideen stehen in Andalusien mit Kindern.

Kostet der Strand Eintritt?

Nein. Laut Medienberichten wird im Sommer nur für die Zufahrt mit dem Auto zu Mónsul und Genoveses eine Gebühr von 6 € pro Fahrzeug fällig (Stand Oktober 2026). Zu Fuß, per Rad oder mit dem Bus ab San José bleibt der Zugang frei.

Wo übernachte ich am besten?

San José hat die meisten Unterkünfte und Restaurants und liegt am nächsten zu Mónsul und Genoveses. Las Negras und Agua Amarga sind kleiner und ruhiger. Im August früh buchen.

Reicht ein Tagesausflug?

Für zwei Strände und den Leuchtturm ja. Wer auch die nördlichen Buchten und Rodalquilar sehen will, plant besser zwei bis drei Tage ein.

Stand Oktober 2026. Öffnungszeiten, Preise und Zugangsregeln ändern sich. Prüfe sie vor deinem Besuch auf den offiziellen Seiten.

Titelbild: Jebulon · Wikimedia Commons · CC0

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