Urlaubstipps Kanaren

Gran Canaria Sehenswürdigkeiten: Die Highlights der Insel

Von deinSpanien-Redaktion · Aktualisiert am 07.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Gran Canaria wird Miniaturkontinent genannt, weil Dünen, Kiefernwald, Schluchten und eine echte Großstadt auf einer runden Insel liegen. Die drei Pflichtziele sind Las Palmas, das Bergland um den Roque Nublo und die Dünen von Maspalomas. Für das Bergland brauchst du einen Mietwagen.

Auf einen Blick

  • Muss: Las Palmas, Roque Nublo, Dünen von Maspalomas
  • Dauer: 5 bis 7 Tage für die Highlights
  • Anreise: Flughafen an der Ostküste, zwischen Las Palmas und dem Süden
  • Unterwegs: Küste gut mit dem Bus, Bergland mit Mietwagen
  • Eintritt: Natur und Dörfer frei, Museen kostenpflichtig
  • Beste Zeit: ganzjährig, im Süden fast immer Sonne

Welche Orte auf Gran Canaria lohnen sich?

Die Insel lässt sich in drei Zonen denken: die Hauptstadt im Nordosten, die Berge in der Mitte, die Badeorte im Süden.

  1. Las Palmas, Vegueta: die Altstadt mit der Kathedrale Santa Ana und der Casa de Colón, dem Kolumbus-Museum.
  2. Playa de Las Canteras: Stadtstrand mit vorgelagertem Riff und langer Promenade.
  3. Dünen von Maspalomas: Sandlandschaft direkt am Meer. Regeln und beste Wege stehen im Artikel zu den Dünen von Maspalomas.
  4. Roque Nublo: der Felsmonolith ist das Wahrzeichen der Insel, erreichbar über eine kurze Wanderung.
  5. Pico de las Nieves: Aussichtspunkt am höchsten Bereich der Insel, an klaren Tagen mit Blick zum Teide.
  6. Tejeda: Bergdorf im Krater, bekannt für Mandelgebäck.
  7. Puerto de Mogán: Hafenort mit Kanälen, Brücken und Blumen an den Häusern.
  8. Agaete und das Tal von Agaete: Kaffeeanbau, dazu die Naturbecken Las Salinas am Meer.
  9. Teror: Wallfahrtsort mit Holzbalkonen und Sonntagsmarkt.
  10. Arucas: dunkle Kirche aus Basalt und eine Rumfabrik.
  11. Cueva Pintada (Gáldar): archäologisches Museum über die Ureinwohner der Insel.
  12. Risco Caído: Höhlenheiligtum der Altkanarier, mit den heiligen Bergen UNESCO-Welterbe.

Wie planst du Roque Nublo und das Bergland?

Das Bergland ist der Teil, den viele Badegäste nie sehen, und der eindrucksvollste. Von der Südküste fährst du über Fataga oder über Mogán hinauf, aus Las Palmas über Teror oder Santa Brígida.

  • Reihenfolge: zuerst Roque Nublo, dann Pico de las Nieves, zum Mittagessen nach Tejeda.
  • Wanderung: Der übliche Weg startet am Parkplatz La Goleta. Er ist kurz, aber steinig, feste Schuhe reichen.
  • Tageszeit: früh kommen. Der Parkplatz ist klein und am späten Vormittag voll.
  • Kleidung: Oben ist es spürbar kühler und windiger als an der Küste, im Winter auch kalt.
Achtung: Für die Zufahrt zum Roque Nublo war eine Regelung mit Shuttle-Bus im Gespräch. Ob und wie sie gilt, erfährst du beim Cabildo de Gran Canaria (Inselregierung) oder in der Touristeninformation, bevor du hochfährst.

Lohnt sich Las Palmas für einen Tag?

Ja, und eher für zwei. Las Palmas ist keine Ferienkulisse, sondern eine Hafenstadt, in der Menschen arbeiten und studieren. Geh morgens durch Vegueta und das Nachbarviertel Triana, iss in der Markthalle und fahr am Nachmittag an Las Canteras. Am nördlichen Ende des Strands ist das Wasser hinter dem Riff ruhig, am südlichen Ende wird gesurft. Parken ist in der Stadt mühsam, nimm aus dem Süden lieber den Bus. Wer sich die Stadt als Wohnort vorstellen kann: Studieren in Las Palmas.

Süden oder Norden: Wo übernachten?

Der Passat bringt Wolken an die Nordseite. Die Einheimischen nennen die graue Decke über Las Palmas Panza de burra (Eselsbauch). Im Süden scheint dagegen fast immer die Sonne. Am Flughafen an der Ostküste fällt im ganzen Jahr nur rund 150 mm Regen, das mittlere Tagesmaximum liegt im Januar bei 20,8 °C (AEMET, Normalwerte 1981 bis 2010).

  • Süden (Maspalomas, Playa del Inglés, Puerto Rico, Mogán): Badeurlaub, Hotels, sicheres Wetter.
  • Las Palmas: Stadtleben, Strand, kurze Wege in den grünen Norden.

Welcher Strand zu dir passt, steht bei den Stränden auf Gran Canaria.

Tipps vor Ort und Kombinationen

Die Insel ist klein, die Straßen im Inneren sind aber kurvig. Rechne für Bergstrecken mit deutlich mehr Zeit, als die Karte vermuten lässt.

  • Nordrunde: Arucas, Teror und Gáldar passen an einen Tag, Agaete als Abschluss am Meer.
  • Essen: Papas arrugadas (Runzelkartoffeln) mit Mojo gibt es überall, mehr in Kanarisch essen.
  • Nachbarinsel: Die Schnellfähre nach Teneriffa braucht laut Fred. Olsen 80 Minuten (Stand Oktober 2026). Ideen für die Route stehen in Inselhopping.

Häufige Fragen

Gran Canaria oder Teneriffa?

Beide sind ähnlich vielfältig. Gran Canaria hat die Dünen und die größere Stadt, Teneriffa den Teide und den höheren Norden. Die Gegenüberstellung steht in Welche Kanareninsel passt zu mir?

Brauche ich einen Mietwagen?

Für die Küstenorte und Las Palmas nicht, die Busse fahren häufig. Für Roque Nublo, Tejeda und die Westküste ja.

Wie viele Tage sollte ich einplanen?

Fünf bis sieben Tage: zwei für das Bergland, ein bis zwei für Las Palmas und den Norden, der Rest für Strand und Dünen.

Darf ich in den Dünen überall laufen?

Nein. Sie sind Schutzgebiet, bleib auf den markierten Wegen.

Stand Oktober 2026. Öffnungszeiten, Preise und Zugangsregeln ändern sich. Prüfe sie vor deinem Besuch auf den offiziellen Seiten.

Titelbild: Rvr · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

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