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Alpujarras: Bergdörfer und Wandern südlich der Sierra Nevada

Von deinSpanien-Redaktion · Aktualisiert am 07.10.2026 · 4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Die Alpujarras sind die Südhänge der Sierra Nevada: tiefe Täler, weiße Dörfer mit flachen Dächern und alte Bewässerungskanäle. Für den ersten Besuch fährst du ins Poqueira-Tal mit Pampaneira, Bubión und Capileira. Das geht als Tagesausflug ab Granada, schöner sind zwei Tage.

Auf einen Blick

  • Beste Zeit: April bis Juni und September bis Oktober
  • Dauer: Tagesausflug ab Granada, zum Wandern 2 bis 3 Tage
  • Eintritt: Dörfer und Wanderwege sind frei zugänglich
  • Anreise: Auto über Lanjarón und Órgiva oder Bus ab Granada
  • Mitbringen: Wanderschuhe, Sonnenschutz, Jacke für den Abend

Welche Dörfer solltest du sehen?

Die Straße aus Granada kommt von Westen und klettert Dorf für Dorf höher. In dieser Reihenfolge liegen die Orte am Weg.

  • Lanjarón: der Kurort am Eingang der Alpujarras, bekannt für sein Mineralwasser.
  • Órgiva: das Marktstädtchen im Tal und der letzte Ort mit großen Supermärkten und Tankstelle.
  • Pampaneira: das unterste der drei Dörfer im Poqueira-Tal, mit Läden für bunte Webteppiche (Jarapas) und einem Wasserlauf mitten in der Gasse.
  • Bubión: das ruhigste der drei, mit weitem Blick das Tal hinunter.
  • Capileira: das höchste Dorf des Tals und der beste Ausgangspunkt für Wanderungen.
  • Trevélez: eines der höchstgelegenen Dörfer Spaniens, berühmt für seinen luftgetrockneten Schinken.

Typisch für alle sind die flachen, mit grauem Lehm gedeckten Dächer, die hohen Schornsteine mit Hut und die Tinaos, überbaute Durchgänge zwischen den Häusern.

Welche Wanderungen lohnen sich?

Die Wege sind markiert und starten direkt in den Dörfern. Für den Einstieg reichen diese drei.

  • Rundweg durch das Poqueira-Tal: verbindet Pampaneira, Bubión und Capileira über alte Maultierpfade.
  • Von Capileira talaufwärts nach La Cebadilla: zu einer verlassenen Arbeitersiedlung am Fluss, mit Blick auf die Gipfel.
  • Etappen der Fernwege GR-7 und Sulayr (GR-240): Beide queren die Alpujarras und lassen sich als Tagesetappen von Dorf zu Dorf gehen.

Von Capileira starten auch die üblichen Routen auf den Mulhacén, mit 3.479 Metern der höchste Berg des spanischen Festlands. Im Sommer fährt ein Bus des Nationalparks ein Stück die Piste hinauf und verkürzt den Aufstieg. Plätze und Zeiten erfragst du im Infobüro in Capileira. Mehr zum Gebirge steht unter Sierra Nevada.

Achtung: Die Dörfer liegen zwischen etwa 1.000 und 1.500 Metern Höhe. Das Wetter schlägt schneller um als in Granada, und im Winter liegt auf den höheren Wegen Schnee.

Wie kommst du in die Alpujarras?

Mit dem Auto fährst du von Granada über die Autobahn A-44 Richtung Küste und biegst nach Lanjarón ab. Ab Órgiva wird die Straße schmal und kurvig. In den Dörfern parkst du am Ortseingang, die Gassen sind zu eng für Autos.

Ohne Auto fahren Busse von Granada über Lanjarón und Órgiva ins Poqueira-Tal und weiter nach Trevélez. Es gibt nur wenige Verbindungen am Tag. Fahrplan und Preise stehen bei ALSA.

Was isst du hier?

Die Küche ist Bergküche. Auf jeder Karte steht der Plato Alpujarreño: Kartoffeln mit Paprika und Zwiebeln, Spiegelei, Schinken, Blutwurst und Chorizo auf einem Teller.

Dazu kommen der Jamón de Trevélez, den du in den Trockenhallen des Dorfs direkt kaufen kannst und der einfache Landwein Vino Costa. Was es in Granada selbst gibt, steht unter Tapas in Granada.

Wann ist die beste Zeit?

Im Frühling blühen die Mandel- und Kirschbäume, und das Schmelzwasser füllt die Kanäle. Im Herbst färben sich Kastanien und Pappeln. Der Sommer ist zum Wandern in den Tälern heiß, dafür sind die Abende kühler als in Granada, wo die Höchstwerte im Juli laut AEMET (Normalwerte 1981 bis 2010) im Mittel bei 34,8 Grad liegen.

Womit lässt sich der Ausflug verbinden?

Von Órgiva bist du schnell am Meer: Die Costa Tropical liegt nur ein Tal weiter. Weitere Ideen stehen unter Ausflüge ab Granada.

In den Alpujarras leben seit Jahrzehnten viele Zugezogene aus ganz Europa. Ob so ein Leben im Bergdorf zu dir passt oder eher die Stadt, zeigt der Vergleich unter Wohin in Spanien?.

Häufige Fragen

Kann ich die Alpujarras als Tagesausflug ab Granada machen?

Ja, für die drei Dörfer im Poqueira-Tal und eine kurze Wanderung reicht ein Tag. Für Trevélez und längere Touren sind zwei bis drei Tage besser.

Welches Dorf eignet sich als Basis?

Capileira, wenn du wandern willst, weil dort die meisten Wege starten. Pampaneira hat die meisten Läden und Lokale, Bubión ist am ruhigsten.

Komme ich ohne Auto in die Alpujarras?

Ja, mit dem Bus von Granada. Es fahren nur wenige Busse am Tag, plane die Rückfahrt deshalb vorab. Fahrpläne stehen bei ALSA.

Sind die Wanderungen schwer?

Die Wege zwischen den Dörfern sind einfach, aber steil. Du brauchst feste Schuhe und etwas Kondition. Der Mulhacén ist eine lange Hochgebirgstour.

Stand Oktober 2026. Öffnungszeiten, Preise und Zugangsregeln ändern sich. Prüfe sie vor deinem Besuch auf den offiziellen Seiten.

Titelbild: Rosa-Maria Rinkl · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

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