Urlaubstipps Andalusien

Almería Sehenswürdigkeiten: Alcazaba, Wüste und Westernkulissen

Von deinSpanien-Redaktion · Aktualisiert am 07.10.2026 · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Almería ist die trockenste und sonnigste Ecke Andalusiens und wird von den meisten Rundreisen ausgelassen. Dabei bekommst du hier drei sehr verschiedene Dinge auf engem Raum: eine große maurische Festung in der Stadt, die Wüste von Tabernas mit ihren Filmkulissen und die Naturstrände am Cabo de Gata. Plane zwei bis vier Tage und ein Auto ein.

Auf einen Blick

  • Dauer: Stadt 1 Tag, mit Wüste und Küste 3 bis 4 Tage
  • Beste Zeit: Oktober bis Juni, im Hochsommer nur an der Küste
  • Klima: rund 200 mm Regen und knapp 3.000 Sonnenstunden im Jahr
  • Anreise: Flughafen Almería oder rund 165 km mit dem Auto ab Granada
  • Vor Ort: Stadt zu Fuß, alles andere mit dem Mietwagen

Was siehst du in der Stadt Almería?

Die Stadt ist eine Hafenstadt ohne große Touristenströme. Die wichtigsten Orte liegen nah beieinander und passen in einen Tag.

  • Alcazaba: eine der größten maurischen Festungen Spaniens, auf einem Hügel über der Altstadt. Von den Mauern siehst du über die Dächer, den Hafen und das Meer.
  • Kathedrale: von außen eher Burg als Kirche, mit Türmen und Zinnen. Sie wurde so gebaut, weil die Küste lange von Piraten bedroht war.
  • Refugios de la Guerra Civil: unterirdische Luftschutztunnel aus dem Bürgerkrieg, zugänglich nur mit Führung.
  • Cable Inglés: stählerne Verladebrücke am Hafen aus der Zeit des Erzbergbaus.
  • Tapas-Bars im Zentrum: Wie in Granada gibt es zum Getränk meist eine Tapa dazu, hier darfst du sie oft von einer Liste aussuchen.

Die Alcazaba gehört zu den Monumenten der Junta de Andalucía. Eintritt, Schließtage und Zeiten stehen auf deren Museumsportal. Geh am Vormittag hinauf: Der Weg ist steil, und oben gibt es wenig Schatten.

Die Wüste von Tabernas und ihre Westernstädte

Rund 30 km nördlich der Stadt beginnt die Wüste von Tabernas: zerfurchte, kahle Hügel und trockene Flussbetten. Sie gilt als die einzige echte Wüste auf dem europäischen Festland. In den 1960er Jahren wurden hier Italowestern gedreht, darunter „Für eine Handvoll Dollar“ und „Zwei glorreiche Halunken“.

Einige der Kulissen stehen noch und sind heute Themenparks mit Westernstadt und Stunt-Shows:

  • Fort Bravo: wirkt am wenigsten herausgeputzt und wird weiter für Dreharbeiten genutzt. Laut eigener Seite täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet (Stand Oktober 2026).
  • Oasys MiniHollywood: größer, mit Zoo und Pool, eher für Familien.

Preise und Showzeiten nennen die Betreiber auf ihren Seiten, sie ändern sich je nach Saison.

Achtung: Geh im Sommer nicht mittags in der Wüste wandern. Es gibt keinen Schatten und kein Wasser, und nach den seltenen Gewittern können sich die trockenen Flussbetten schnell füllen.

Küste: Cabo de Gata, San José und Mojácar

Östlich der Stadt beginnt der Naturpark Cabo de Gata-Níjar mit Vulkanfelsen und unbebauten Stränden. San José ist der praktischste Standort für die bekannten Buchten Mónsul und Genoveses. Im Sommer ist die Zufahrt dorthin geregelt, die Details und alle Strände findest du unter Cabo de Gata.

Weiter nördlich liegt Mojácar, ein weißes Dorf auf einem Hügel über dem Meer, mit einem langen Strandabschnitt unterhalb.

Wann ist die beste Zeit für Almería?

An der Station Almería Aeropuerto fallen im Jahr im Mittel nur 200 mm Regen, bei 2.994 Sonnenstunden (AEMET, Normalwerte 1981 bis 2010). Selbst im Januar liegt das mittlere Tagesmaximum bei knapp 17 Grad. Almería ist deshalb eines der besten Winterziele auf dem spanischen Festland.

Im Juli und August steigt das mittlere Tagesmaximum an der Küste auf 30 bis 31 Grad, in der Wüste liegt es deutlich höher. Für Stadt und Wüste sind Herbst, Winter und Frühling angenehmer. Den Vergleich mit dem Rest der Region zeigt Beste Reisezeit Andalusien.

Anreise und Fortbewegung

Almería hat einen eigenen Flughafen. Von Granada sind es rund 165 km über die Schnellstraße, vorbei an Guadix und der Nordseite der Sierra Nevada. Busse verbinden Almería mit Granada und Málaga, die Fahrpläne stehen bei ALSA.

Die Stadt erkundest du zu Fuß. Für Tabernas und die Küste brauchst du ein Auto, weil Busse selten fahren, siehe Mietwagen in Andalusien.

Womit lässt sich Almería verbinden?

Almería passt als östliche Verlängerung an fast jede Route. Auf dem Weg von Granada kommst du an Guadix mit seinen Höhlenwohnungen vorbei, einem der Ausflüge ab Granada. Eine komplette Route mit dieser Variante steht unter Andalusien Rundreise.

Almería gilt auch als Wohnort als günstiger als die Costa del Sol. Wie die Regionen im Vergleich abschneiden, zeigt Wohin in Spanien?, und für Studierende gibt es Studieren in Almería.

Häufige Fragen

Lohnt sich Almería überhaupt?

Ja, wenn du Natur, leere Strände und Landschaft suchst. Wer vor allem prachtvolle Altstädte sehen will, ist in Granada, Córdoba und Sevilla besser aufgehoben.

Welche Westernstadt soll ich besuchen?

Fort Bravo wirkt ursprünglicher und ist kleiner. Oasys MiniHollywood bietet mit Zoo und Pool mehr für einen ganzen Tag mit Kindern. Beide zeigen Western-Shows.

Kann ich Almería ohne Auto besuchen?

Die Stadt ja. Für Tabernas und das Cabo de Gata bist du ohne Auto auf wenige Busse oder organisierte Touren angewiesen.

Ist Almería im Winter warm genug zum Baden?

Zum Sonnen an windstillen Tagen ja, das Meer ist im Winter aber kalt. Badesaison ist etwa von Juni bis Oktober.

Stand Oktober 2026. Öffnungszeiten, Preise und Zugangsregeln ändern sich. Prüfe sie vor deinem Besuch auf den offiziellen Seiten.

Titelbild: Jebulon · Wikimedia Commons · CC0

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