Kurz gesagt: Für Erasmus in Spanien bewirbst du dich nicht in Spanien, sondern an deiner Heimathochschule, meist ein knappes Jahr vor der Abreise. Aus Deutschland gibt es 2026/27 dafür 540 Euro im Monat, aus Österreich 470 Euro. Studiengebühren zahlst du in Spanien keine. Die größten Baustellen sind das Zimmer und die Sprache: fast alle Kurse laufen auf Spanisch.
Auf einen Blick
- Förderung: 540 Euro pro Monat aus Deutschland, 470 Euro aus Österreich (Studienjahr 2026/27)
- Dauer: 2 bis 12 Monate, höchstens 12 Monate pro Studienabschnitt
- Studiengebühren in Spanien: keine
- Sprache: Spanisch, die Gastunis erwarten oder empfehlen meist B1
- Semester: September bis Januar und Mitte Februar bis Juni
- Was du brauchst: Platz über deine Hochschule, Learning Agreement, Krankenversicherungskarte, Zimmer
Für wen ist Erasmus in Spanien gedacht?
Erasmus ist ein Austausch: Du bleibst an deiner Hochschule in Deutschland oder Österreich eingeschrieben und studierst ein oder zwei Semester an einer spanischen Partneruni. Mitmachen können Studierende im Bachelor, im Master und im Doktorat. Voraussetzung ist ein Vertrag zwischen deinem Fachbereich und der spanischen Uni. Wohin du kannst, bestimmt also die Liste der Partnerunis deines Studiengangs, nicht dein Wunsch.
Pro Studienabschnitt stehen dir bis zu 12 Monate zu, in einstufigen Studiengängen wie Medizin bis zu 24. Du kannst sie auf mehrere Aufenthalte verteilen, auch auf Studium und Praktikum.
Wer von Anfang bis Ende in Spanien studieren will, braucht einen ganz anderen Weg mit eigener Zulassung: Der steht unter Studieren in Spanien.
Der Zeitplan: von 12 Monaten vorher bis zur Rückkehr
Die Fristen deiner eigenen Hochschule sind die wichtigsten und liegen früher, als die meisten erwarten. Der folgende Ablauf gilt für einen Start im September. Für einen Start im Februar verschiebt sich alles um rund fünf Monate.
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12 Monate vorher: informieren und Spanisch anfangen
Sieh dir die Partnerunis deines Fachbereichs an und frag im International Office nach der internen Bewerbungsfrist. Jede Hochschule legt sie selbst fest. Fang jetzt mit Spanisch an, wenn du noch unter B1 liegst.
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9 bis 10 Monate vorher: Bewerbung an der Heimathochschule
Du bewirbst dich bei deinem Fachbereich oder International Office, meist mit Motivationsschreiben, Notenübersicht und einer Wunschliste von Partnerunis. Dort wird ausgewählt, nicht in Spanien.
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5 bis 6 Monate vorher: Nominierung
Deine Hochschule meldet dich bei der spanischen Uni an. Das nennt sich Nominierung. Beispiel Universidad de Granada: Nominierung vom 1. bis 30. April für den Start im September, vom 1. bis 31. Oktober für den Start im Februar. Einzelne Fakultäten weichen leicht ab.
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4 bis 5 Monate vorher: Bewerbung an der Gastuni
Nach der Nominierung füllst du selbst die Online-Bewerbung der Gastuni aus. In Granada läuft sie vom 1. April bis 15. Mai. Dort kreuzt du auch an, ob du am Mentorenprogramm teilnehmen willst.
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3 bis 4 Monate vorher: Learning Agreement und Förderung
Du stimmst deine Kurse ab, unterschreibst die Fördervereinbarung mit deiner Hochschule und stellst, wenn du Anspruch hast, den Antrag auf Auslands-BAföG.
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2 bis 3 Monate vorher: Zimmer, Versicherung, Sprachtest
Du suchst eine Unterkunft, beantragst die Europäische Krankenversicherungskarte und machst den Online-Sprachtest des Programms.
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Ankunft: Anmeldung im International Office
Du lässt dir die Ankunft bestätigen, schreibst dich an der Fakultät in deine Kurse ein und passt das Learning Agreement an, falls Kurse ausfallen oder sich überschneiden.
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Abreise und Rückkehr
Du lässt dir das Ende des Aufenthalts bestätigen. Die Gastuni schickt die Notenübersicht (Transcript of Records) an dich und deine Hochschule. Damit beantragst du zu Hause die Anerkennung und bekommst die letzte Rate der Förderung.
Learning Agreement und Anerkennung
Das Learning Agreement ist dein wichtigstes Dokument. Du, deine Hochschule und die Gastuni unterschreiben es vor der Abreise, heute meist digital als Online Learning Agreement (OLA). Es legt fest, welche Kurse du in Spanien belegst und wofür sie zu Hause zählen. Was dort vereinbart ist, muss deine Hochschule anerkennen, ohne weitere Bedingungen. Was dort fehlt, muss sie nicht anrechnen.
- Prüf die Unterrichtssprache jedes Kurses im Vorlesungsverzeichnis der Fakultät.
- Trag Ersatzkurse ein. Kurse überschneiden sich oder sind voll.
- Achte auf das Semester: Viele spanische Fächer gibt es nur im ersten oder nur im zweiten Halbjahr.
- Änderungen nach der Ankunft sind möglich, aber nur in den ersten Wochen und mit Zustimmung beider Seiten.
- Lass dir zu Hause schriftlich geben, wie spanische Noten (Skala 0 bis 10) umgerechnet werden.
- Heb alle Fassungen des Agreements und die Kursbeschreibungen auf.
Wie viel Geld gibt es 2026/27?
Die Förderung hängt vom Heimatland ab, nicht von der spanischen Stadt. Spanien liegt in beiden Ländern in der mittleren Ländergruppe. In Deutschland legt die Nationale Agentur im DAAD die Sätze fest, in Österreich der OeAD. Ausgezahlt wird das Geld von deiner Hochschule, üblicherweise in zwei Raten.
| Posten | Deutschland | Österreich |
|---|---|---|
| Monatsrate für Spanien | 540 Euro (18 Euro pro Tag) | 470 Euro |
| Top-up bei geringeren Chancen | 250 Euro pro Monat | 250 Euro pro Monat |
| Reisekosten bei 500 bis 1.999 km | 309 Euro, bei grüner Anreise 417 Euro | 309 Euro, bei grüner Anreise 417 Euro |
| Zusätzliche Reisetage bei grüner Anreise | bis zu 6 | bis zu 6 |
Was du dazu wissen solltest:
- Top-up: Die 250 Euro gibt es für Studierende mit geringeren Chancen, zum Beispiel mit Behinderung, chronischer Erkrankung oder Kind. Deutsche Hochschulen zählen oft auch Erstakademiker und erwerbstätige Studierende dazu. Die genauen Kriterien und Nachweise nennt dir dein International Office.
- Reisekosten: Maßgeblich ist die Entfernung zwischen den Hochschulorten. Für die Kanaren gilt eine höhere Entfernungsstufe als für Andalusien. Nicht jede deutsche Hochschule zahlt die Pauschale zusätzlich zur Monatsrate: frag nach.
- Grüne Anreise: Wer mit Bahn, Bus oder Fahrgemeinschaft fährt, bekommt die höhere Pauschale und zusätzliche geförderte Reisetage. Nach Andalusien ist das eine sehr lange Fahrt, auf die Kanaren praktisch nicht machbar.
- Förderdauer: Manche Hochschulen fördern nicht jeden Tag des Aufenthalts, sondern nur eine Höchstdauer, zum Beispiel vier Monate pro Semester. Die restlichen Tage laufen dann ohne Geld. Lies deine Fördervereinbarung genau.
Auslands-BAföG zusätzlich
Erasmus und Auslands-BAföG lassen sich kombinieren. Die Erasmus-Förderung bleibt bis 300 Euro im Monat anrechnungsfrei, nur der Teil darüber zählt als Einkommen. Im Ausland kommen ein Reisekostenzuschlag und bei Bedarf ein Zuschlag zur Krankenversicherung dazu. Weil die Bedarfssätze im Ausland höher liegen, können auch Studierende gefördert werden, die im Inland leer ausgehen. Zuständig für Spanien ist das Studierendenwerk Heidelberg, den Antrag stellst du am besten sechs Monate vorher.
In Österreich können Bezieher von Studienbeihilfe zusätzlich die Beihilfe für ein Auslandsstudium beantragen, für höchstens 20 Monate. Der Antrag muss innerhalb von drei Monaten gestellt werden, und du musst mindestens 3 ECTS pro Monat nachweisen.
Sprache: OLS, Sprachkurse und das nötige Niveau
Die meisten Fakultäten erwarten oder empfehlen Spanisch auf B1, für Hispanistik in Granada B2. Ein Zertifikat verlangt nicht jede Uni, aber dein Niveau entscheidet direkt, wie viele Credits du mitbringst. Die Wirtschaftsfakultät in Granada schreibt zum Beispiel: Alle Kurse werden auf Spanisch gehalten, nur einzelne auf Englisch.
Zum Programm gehört der Online Language Support (OLS) der EU. Vor der Abreise machst du dort einen Sprachtest in der Unterrichtssprache. Er ist Pflicht, außer für Muttersprachler, hat aber keinen Einfluss darauf, ob du fahren darfst. Danach kannst du die kostenlosen Online-Sprachkurse der Plattform nutzen.
Kurswahl und Prüfungen: wie läuft das Studium ab?
Der spanische Uni-Alltag ist verschulter als zu Hause. Du bist an einer Fakultät eingeschrieben und wählst vor allem dort deine Kurse. Fächer anderer Fakultäten sind oft nur begrenzt möglich.
- Semesterzeiten: An der Universidad de Granada läuft das erste Semester von September bis Ende Dezember, Prüfungen sind im Januar, Nachprüfungen im Februar. Das zweite Semester geht von Mitte Februar bis Ende Mai, mit Prüfungen im Juni und Nachprüfungen im Juli.
- Noten: Skala von 0 bis 10, bestanden ab 5.
- Convocatorias: So heißen die Prüfungsversuche. Es gibt pro Fach eine ordentliche Prüfung und eine Nachprüfung. Wer im Januar durchfällt, kann im Februar noch einmal antreten.
- Laufende Bewertung: In vielen Fächern zählen Abgaben, Referate und Anwesenheit während des Semesters zur Note. Wer erst zur Prüfung auftaucht, hat es schwer.
Wohnungssuche: wie findest du ein Zimmer?
Die meisten Erasmus-Studierenden wohnen in einer WG. Uni-Wohnheime spielen kaum eine Rolle: Die Universidad de Granada bietet Austauschstudierenden keine Unterkunft auf dem Campus an, die Universidad de Málaga stellt ebenfalls keinen eigenen Wohnraum. Beide haben Wohnungsportale, über die private Vermieter inserieren, in Málaga heißt es Encuéntrame. Die Uni dort betont, dass sie nur vermittelt und bei Streit mit dem Vermieter nicht haftet.
Die Nachfrage ist im September und Februar am höchsten. Zwei Wege funktionieren: einige Wochen vorher online suchen und per Videoanruf besichtigen, oder die ersten Tage im Hostel wohnen und vor Ort besichtigen. Für fünf Monate bekommst du meist einen Vertrag auf Zeit. Lies, was bei früherem Auszug mit der Kaution passiert.
Typische Betrugsmaschen erkennst du an diesen Zeichen:
- Der Vermieter ist angeblich im Ausland und will den Schlüssel per Kurier schicken.
- Der Preis liegt deutlich unter dem Üblichen der Stadt.
- Du sollst vor jeder Besichtigung anzahlen, bar oder über einen Geldtransferdienst.
- Es gibt keinen schriftlichen Vertrag und keine Ausweiskopie des Vermieters.
Überweise kein Geld für ein Zimmer, das weder du noch jemand, dem du vertraust, gesehen hat. Mehr zu Portalen, Kaution und Vertragsarten steht im Artikel Wohnung finden in Spanien.
Was kostet das Leben? Die zehn Städte im Vergleich
Die Miete ist der Posten, der die Städte unterscheidet. Die Tabelle zeigt Angebotspreise von Idealista: die Miete ganzer Wohnungen pro Quadratmeter (September 2026) und, wo ein Wert veröffentlicht ist, den Durchschnittspreis für ein WG-Zimmer (erstes Quartal 2026). Der spanische Durchschnitt für ein Zimmer lag bei 430 Euro.
| Stadt | Miete pro m² | WG-Zimmer im Schnitt |
|---|---|---|
| Málaga | 16,5 Euro | 437 Euro |
| Las Palmas de Gran Canaria | 14,6 Euro | 420 Euro |
| Sevilla | 13,4 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| La Laguna | 12,7 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| Cádiz | 12,4 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| Granada | 10,8 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| Huelva | 10,7 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| Córdoba | 9,6 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| Almería | 9,4 Euro | kein Wert veröffentlicht |
| Jaén | 8,3 Euro | 245 Euro |
Die Reihenfolge der Quadratmeterpreise ist ein brauchbarer Maßstab für die Zimmerpreise: Granada, Córdoba und Almería liegen zwischen Jaén und Málaga. Mit der Erasmus-Rate allein kommst du in keiner der zehn Städte aus, in Jaén deckt sie aber die Miete und einen Teil des Alltags, in Málaga gerade das Zimmer. Was Essen, Strom und Handy kosten, steht unter Lebenshaltungskosten in Spanien.
Krankenversicherung und Behördengänge
Für ein oder zwei Semester ist die Liste kurz. Du reist mit Personalausweis oder Reisepass ein und bleibst zu Hause eingeschrieben und versichert.
- Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC): Sie steht auf der Rückseite deiner Versichertenkarte oder kommt kostenlos von deiner Kasse. Sie deckt medizinisch notwendige Behandlungen im öffentlichen Gesundheitssystem zu den Bedingungen, die für Einheimische gelten. Nicht gedeckt sind Privatärzte und Privatkliniken sowie der Rücktransport nach Hause. Dafür brauchst du eine Auslandsreiseversicherung. Die Universidad de Granada verlangt von Austauschstudierenden ausdrücklich einen Versicherungsnachweis. Details: Krankenversicherung in Spanien.
- Haftpflicht und Unfall: Prüf, ob deine Verträge im Ausland gelten. Für Praktika ist beides Pflicht.
- NIE: Die Ausländernummer brauchst du für ein reines Austauschsemester meist nicht. Nötig wird sie, wenn du in Spanien arbeitest oder wenn Vermieter, Bank oder Mobilfunkanbieter sie verlangen. Dann: NIE beantragen.
- Padrón: Die Anmeldung im Rathaus lohnt sich vor allem bei zwei Semestern, etwa für vergünstigte Bustarife für junge Einwohner oder auf den Kanaren für den Einwohnerrabatt auf Flüge. Wie es geht: Empadronamiento.
- Bankkonto: Ein spanisches Konto ist nicht nötig. Miete und Alltag zahlst du per SEPA-Überweisung und Karte von deinem Konto zu Hause. Wenn dein Vermieter Bizum will: Bankkonto eröffnen.
Erasmus-Praktikum: die Alternative zum Studium
Erasmus fördert auch Praktika in spanischen Unternehmen und Einrichtungen, während des Studiums oder im Jahr nach dem Abschluss. Die Mindestdauer beträgt zwei Monate. Die Förderung liegt höher als beim Studium: Die Universität Münster nennt für Spanien 690 Euro pro Monat. Den Platz suchst du dir selbst, den Antrag stellst du bei deiner Hochschule, an der Universität Münster zum Beispiel spätestens einen Monat vor Beginn. Für ein Graduiertenpraktikum musst du dich bewerben, solange du noch eingeschrieben bist. Sobald du in Spanien einen Arbeitsvertrag bekommst, brauchst du die NIE.
Welche Stadt passt zu dir?
Wenn dein Fachbereich mehrere Partnerunis in Andalusien oder auf den Kanaren hat, lohnt sich der Vergleich. Zu jeder Stadt gibt es einen eigenen Erasmus-Artikel mit Fristen, Vierteln und Budget.
- Erasmus in Granada: große Uni mit Mentorenprogramm und eigenem Sprachzentrum, aber kein Wohnheim für Austauschstudierende und kaum Kurse auf Englisch.
- Erasmus in Sevilla: Großstadt mit zwei Unis. Der Campus der Universidad Pablo de Olavide liegt am Stadtrand, und von Juni bis September ist es sehr heiß.
- Erasmus in Málaga: Meer, Großstadt und der größte Flughafen der Region, dafür die höchsten Mieten der zehn Städte.
- Erasmus in Córdoba: günstig und überschaubar. Der Campus Rabanales liegt außerhalb, und einen Strand gibt es nicht.
- Erasmus in Cádiz: Atlantik vor der Tür, aber die Uni verteilt sich auf vier Städte. Klär den Campus, bevor du ein Zimmer suchst.
- Erasmus in Almería: ein einziger Campus direkt am Mittelmeer, niedrige Mieten, wenig Großstadt.
- Erasmus in Huelva: kleine Uni mit Buddy-Programm, ruhige Stadt. Wer Trubel sucht, ist hier falsch.
- Erasmus in Jaén: die niedrigsten Mieten und viel Alltag auf Spanisch, dafür weit weg vom Meer.
- Erasmus in Las Palmas: Großstadt mit Stadtstrand. Der Hauptcampus Tafira liegt außerhalb, und Heimflüge sind lang.
- Erasmus in La Laguna: Teneriffas alte Unistadt auf rund 550 Metern Höhe, kühler als die Küste und kein Strandort.
Für die Wochenenden: Andalusien-Rundreise und Inselhopping auf den Kanaren.
Häufige Fragen
Wie viel Erasmus-Geld bekomme ich für Spanien?
Im Studienjahr 2026/27 sind es 540 Euro pro Monat von deutschen Hochschulen und 470 Euro von österreichischen. Dazu kommen je nach Hochschule eine Reisepauschale und für bestimmte Gruppen 250 Euro Top-up im Monat.
Muss ich in Spanien Studiengebühren zahlen?
Nein. Erasmus-Studierende sind an der Gastuni von Studien-, Einschreibe- und Prüfungsgebühren befreit. Kleine Beträge, etwa für eine Versicherung, können anfallen.
Wann muss ich mich bewerben?
An deiner Heimathochschule, rund neun bis zwölf Monate vor der Abreise. Die genaue Frist nennt dir dein International Office. Erst danach folgen Nominierung und Bewerbung an der spanischen Uni.
Wie gut muss mein Spanisch sein?
Die meisten Fakultäten erwarten oder empfehlen B1. Da fast alle Kurse auf Spanisch laufen, bestimmt dein Niveau, wie viele Prüfungen du bestehst.
Werden meine Kurse sicher anerkannt?
Ja, wenn sie im unterschriebenen Learning Agreement stehen und du sie bestehst. Deine Hochschule muss diese Credits ohne weitere Bedingungen anrechnen.
Brauche ich für ein Semester eine NIE?
Meist nicht. Du brauchst sie, wenn du in Spanien arbeitest oder wenn Vermieter oder Bank sie verlangen.
Kann ich Erasmus und BAföG gleichzeitig bekommen?
Ja. Bis 300 Euro im Monat bleibt die Erasmus-Förderung anrechnungsfrei. Den Antrag stellst du beim Studierendenwerk Heidelberg, möglichst sechs Monate vor Beginn.
Reicht die Europäische Krankenversicherungskarte?
Für Behandlungen im öffentlichen System ja. Privatärzte und der Rücktransport sind nicht gedeckt, deshalb ist eine zusätzliche Auslandsreiseversicherung sinnvoll.
Quellen
- Europäische Kommission: Erasmus, Studieren im Ausland
- Universität des Saarlandes: Erasmus-Förderung 2026/27
- BOKU Wien: Zuschusshöhen Erasmus 2026/27
- OeAD: Erasmus Mobilitätsaktivitäten im Überblick, Call 2026
- Universidad de Granada: Versicherung für Austauschstudierende
- Universidad de Málaga: Unterkunft für internationale Studierende
- Idealista: Zimmerpreise im ersten Quartal 2026
- Europäische Kommission: Europäische Krankenversicherungskarte
Stand: Oktober 2026
Titelbild: Martin Furtschegger · Wikimedia Commons · CC BY 3.0
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